Demonstranten in Deutschland demonstrieren gegen EU-Internet-Urheberrechtsreform 1

Zehntausende Demonstranten haben sich am Samstag in Deutschland versammelt, um gegen eine bevorstehende EU-Urheberrechtsreform zu protestieren.

In Berlin, München und anderen Städten protestierten die Massen unter dem Motto “Save the Internet”.

Sie forderten das Europäische Parlament auf, die Reform in einer für Dienstag geplanten Abstimmung abzulehnen.

Die Überarbeitung des EU-Online-Urheberrechtsrechts beinhaltet Vorschläge, YouTube und andere Plattformen zu verpflichten, illegale Inhalte mit automatischen Filtern zu entfernen.

Außerdem sollen Internetunternehmen mehr Geld an Nachrichtenorganisationen für die Vervielfältigung oder Verknüpfung mit ihren Inhalten zahlen.

Nachrichtenorganisationen, einschließlich der AFP, haben sich für diesen Schritt eingesetzt.

Sie argumentieren, dass Unternehmen wie Facebook und Google Milliardeneinnahmen aus Werbung machen, die an Nachrichten gebunden ist, während Verlage leiden.

Demonstranten und Internetunternehmen wie Google sagen, dass die Reform die Informationsfreiheit und die kleinen Verlage im Internet beeinträchtigen wird.

Laut Organisatoren versammelten sich rund 15.000 Menschen in Berlin und 40.000 in München.

Sie schwenkten Schilder mit der Aufschrift “Don’t break our internet”.

Die deutsche Piratenpartei gehört zu den Führern des Widerstandes gegen die Reform.

Auch in anderen Ländern wie Österreich, Polen und Portugal wurden Kundgebungen durchgeführt.

Mehr als 260 Journalisten und Fotografen unterzeichneten einen am Freitag veröffentlichten Artikel, in dem sie die Verabschiedung der Reform forderten.

In Polen forderten mehr als 200 Filmemacher in einem offenen Brief die Abgeordneten auf, die Maßnahmen zu verabschieden, um die Nutzung ihres geistigen Eigentums auf Videoplattformen wie YouTube zu regeln.

Demonstranten in Deutschland demonstrieren gegen EU-Internet-Urheberrechtsreform

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